Die Frage vor der Funktion
Eigene Geräte: Dafür ist Cloud Library Sync gebaut. Das Handbuch beschreibt es als Funktion, mit der Tracks und Wiedergabelisten von anderen Computern und Mobilgeräten über einen Cloud-Speicherdienst mit deinem Computer synchronisiert werden. Eingestellt wird es im Fenster [MY PAGE] unter [LIBRARY SYNC]; hochgeladen wird ein Track per Rechtsklick über [Cloud Library Sync] > [Upload tracks]. Der zugehörige Speicher heißt rekordbox Cloud Unlimited und läuft über Dropbox.
Andere Leute: Dafür gibt es die Collaborative Playlist. Laut Handbuch lassen sich damit Tracks einer Wiedergabeliste, Cue-Punkte und Bearbeitungen unter Nutzern teilen. Der Eigentümer lädt ein, wer beitritt, ist geteiltes Mitglied. Beim ERSTEN Beitreten werden Angaben wie Titel und Künstlername sowie CUE und Grid übertragen; Hinzufügen, Löschen und Umsortieren von Tracks werden danach jederzeit synchronisiert.
Die zwei Funktionen im Vergleich
Alle Angaben in dieser Tabelle stehen im rekordbox-Handbuch — die Quellenzeile unten nennt die Fassung.
| Funktion | Wofür sie da ist | Was sie überträgt — und was nicht |
|---|---|---|
| Cloud Library Sync | Deine Bibliothek auf deine eigenen Geräte | Synchronisiert Tracks und Wiedergabelisten von anderen Computern und Mobilgeräten über einen Cloud-Speicher. Einstellung: [MY PAGE] > [LIBRARY SYNC]. |
| Collaborative Playlist | Eine Liste gemeinsam mit anderen Leuten | Teilt Tracks, Cue-Punkte und Bearbeitungen unter Nutzern. Einladung über die AlphaTheta-Kontoadresse; höchstens 5 geteilte Mitglieder, höchstens 1000 Tracks. |
| USB-Stick (Export) | Der Weg, der ohne Abo und ohne Leitung funktioniert | Kein Abonnement, keine Cloud, kein WLAN im Keller nötig — dafür kein gemeinsames Bearbeiten. Für den Club bleibt er der verlässlichste Weg. |
Die Falle: nicht alles synchronisiert von selbst
Das Handbuch unterscheidet klar zwei Sorten Änderung. Tracks hinzufügen, löschen und umsortieren wird jederzeit synchronisiert und unter den Mitgliedern geteilt. Änderungen an Titel, Künstlername, CUE und Grid dagegen werden erst geteilt, wenn die Liste AKTUALISIERT wird — über [Playlists] > [Collaborative Playlist] > [Update playlist].
Praktisch heißt das: Wer für ein B2B Cue-Punkte setzt und sich darauf verlässt, dass sie beim anderen ankommen, muss aktualisieren. Die Reihenfolge kommt von selbst, die Cue-Punkte nicht — und das ist genau die Sorte Unterschied, die man erst im Club merkt.
Collaborative Playlist in 5 Schritten
Die Menüpfade stammen aus dem Handbuch. Je nach Abonnementplan ist die Funktion nicht verfügbar.
Die Liste auswählen und freigeben
Wiedergabeliste anwählen, dann [Playlists] im oberen Fenster > [Collaborative Playlist] > [Share playlist]. Je nach Abonnementplan ist die Funktion nicht verfügbar.
Über die AlphaTheta-Adresse einladen
Die AlphaTheta-Kontoadresse der Person eintragen, die beitreten soll. Sie bekommt eine Benachrichtigung und eine Einladung per Mail; bis zur Annahme steht die Liste beim Eigentümer auf Warten.
Das erste Beitreten abwarten
Beim ersten Beitreten werden Angaben wie Titel und Künstlername sowie CUE und Grid übertragen. Das ist der Moment, in dem die Vorarbeit ankommt — vorher nicht.
Nach Cue-Änderungen aktualisieren
Reihenfolge und neue Tracks kommen jederzeit von selbst. Änderungen an Titel, Künstlername, CUE und Grid erst über [Playlists] > [Collaborative Playlist] > [Update playlist]. Den Bearbeitungsverlauf zeigt die Schaltfläche rechts neben dem Listentitel.
Freigabe beenden, wenn der Gig vorbei ist
Nach dem Gig beendest du die Freigabe wieder: über [Playlists] > [Collaborative Playlist] > [Cancel sharing Playlist]. Der Eigentümer kann auch einzelne Mitglieder entfernen; sind alle entfernt, wird die Liste wieder eine normale Wiedergabeliste. Wer die Mitglieder sehen will: [Check Shared members of Playlist].
Fehler, die geteilte Listen kaputtmachen
Backup für eine vollständige Kopie halten
Beim Backup werden Collaborative Playlists zu normalen Wiedergabelisten, und beim Wiederherstellen muss die Freigabe vorher beendet werden.
Auf automatische Cue-Übertragung vertrauen
Reihenfolge und neue Tracks synchronisieren jederzeit. Änderungen an CUE und Grid erst nach [Update playlist] — das ist ein eigener Handgriff.
Zwei Eigentümer für dieselbe Idee
Zwei Leute, die dieselben Tracks unterschiedlich cuen, erzeugen die Verwirrung, die die Funktion verhindern sollte. Einer führt die Liste.
Sich im Club auf die Leitung verlassen
Ein Cloud-Abgleich, der erst im Backstage anläuft, ist kein Plan. Was gespielt wird, liegt vor dem Gig lokal — oder auf einem Stick.
Freigabe nach dem Gig offen lassen
Eine geteilte Liste bleibt geteilt, auch wenn der Abend vorbei ist. Wer aufräumt, beendet die Freigabe statt sie zu vergessen.
Vor dem Teilen durchgehen
Eine geteilte Liste vervielfacht deine Vorarbeit — auch die schlampige.
Titel und Künstlernamen aufgeräumt
Sie werden beim ersten Beitreten mitübertragen — samt aller Schreibfehler.
Cue-Punkte gesetzt UND aktualisiert
Gesetzt reicht nicht: CUE und Grid erreichen die Mitglieder erst über [Update playlist].
Unter 1000 Tracks geblieben
Das ist die Obergrenze einer Collaborative Playlist laut Handbuch.
Geklärt, wer die Liste führt
Ein Eigentümer, eine Ordnung. Sonst sortieren zwei Leute gegeneinander.
Einen Stick als Rückfall dabei
Jede Cloud-Lösung hat eine Leitung als Voraussetzung. Der Stick hat keine.
⚠️ Was hier NICHT steht, und warum: Das rekordbox-Handbuch verweist für Cloud Library Sync an mehreren Stellen auf einen eigenen „Cloud Library Sync Operation Guide“ auf der Herstellerseite. Der liegt nicht in unserem Quellen-Archiv, also stehen hier keine Schritt-für-Schritt-Angaben, keine Speichergrößen und keine Planpreise für diesen Teil — nur, was das Handbuch selbst sagt. Lieber eine Lücke als eine Zahl, die wir nicht belegen können.
Häufige Fragen
Mit wie vielen Leuten kann ich eine Liste teilen?
Laut Handbuch mit höchstens 5 geteilten Mitgliedern, und eine Collaborative Playlist trägt höchstens 1000 Tracks. Für ein B2B oder eine kleine Crew reicht das; für eine offene Sammelliste mit zwanzig Leuten ist die Funktion nicht gebaut.
Was passiert beim Backup mit geteilten Listen?
Sie werden zu normalen Wiedergabelisten — das steht so im Handbuch. Und beim Wiederherstellen muss die Freigabe vorher beendet werden. Wer sein Backup also für eine vollständige Kopie hält, hat die Zusammenarbeit nicht mitgesichert, sondern aufgelöst.
Werden meine Cue-Punkte automatisch mitgeteilt?
Beim ersten Beitreten ja — CUE und Grid gehören zu den Angaben, die dann übertragen werden. Späteren Änderungen an CUE und Grid muss ein [Update playlist] folgen; nur Hinzufügen, Löschen und Umsortieren von Tracks synchronisiert jederzeit von selbst.
Und wenn ich nur meinen Laptop und mein Handy abgleichen will?
Dann ist Collaborative Playlist der falsche Weg — das ist Cloud Library Sync. Das Handbuch beschreibt genau diesen Fall: Tracks und Wiedergabelisten von anderen Computern und Mobilgeräten über einen Cloud-Speicherdienst mit deinem Computer synchronisieren. Eingestellt unter [MY PAGE] > [LIBRARY SYNC].
Geht das auch ohne Abonnement?
Beide Funktionen hängen laut Handbuch am Abonnementplan, und welcher Plan was enthält, ändert der Hersteller von Zeit zu Zeit — deshalb steht hier keine Planliste, die morgen falsch wäre. Der verlässliche Weg ohne Abo bleibt der USB-Stick: Export auf zwei Sticks, und das Material ist unabhängig von jeder Leitung.
Wie nutzt man das für ein B2B sinnvoll?
Eine Liste, ein Eigentümer, und vorher klären, wer Cue-Punkte setzt. Zwei Leute, die dieselben Tracks unterschiedlich cuen, erzeugen genau die Verwirrung, die die Funktion vermeiden sollte. Und nach dem Setzen einmal aktualisieren, sonst steht die Arbeit nur auf einem Rechner.
Vorher aufräumen
Eine geteilte Liste ist nur so gut wie ihre Cue-Punkte
Cue-Punkte, Beatgrids, saubere Titel — was du teilst, ist deine Vorbereitung. Der Lernpfad baut genau die auf.
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